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grazetta_02_2012

MEIN MAGAZIN

9Mein Magazin Sie kennt sich aus mit Schnittstellen: Mensch und Ma- schine, Wissenschaft und Technik, Forschung und Familie. Und mitten drin Christa Neuper. Die frisch inaugurierte Rektorin der Karl-Franzens-Universität Graz (Uni Graz) weiß sehr gut, was es heißt, verschiedene Welten zu vereinen. In ihren Forschungs- arbeiten geht es um die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Was sich so beliebig-technisch anhört, könnte man auch mit einem Wort beschreiben: Lebensqualität. „Durch be- stimmte Vorstellungen werden die ent- sprechenden Regionen im Gehirn aktiv. Wir haben damit begonnen, zum Beispiel Bewegungsvorstellungen zu untersuchen und die entsprechenden Gehirnsignale abzuleiten. Damit kann man auf Basis der Gehirnsignale unterscheiden, welche Be- wegung eine Person sich gerade vorstellt. Wenn man etwa die linke Hand mental bewegt, dann könnte der Rollstuhl nach links fahren“, erklärt Christa Neuper einen möglichen Anwendungszweck.„So könnte Menschen, die sich kaum oder gar nicht mehr bewegen können, ein Stück Mobilität und Selbstständigkeit zurückgegeben wer- den.“ Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Grenzen gesprengt werden. Zwischen Wissenschaftsdisziplinen und im eigenen Den- ken. Als „gelernte“ Psychologin hat Christa Neuper sich in den letzten 20 Jahren stark mit mathematischenAlgorithmen beschäf- tigt. Die sind auch bitter notwendig, wenn man die Unmengen an Daten, die man bei einer Gehirnstromanalyse erhält, verarbeiten und auch interpretieren will. Womit wir wieder bei einer Schnittstelle wären: Als Vorstand des Instituts für Semantische Datenanalyse an der TU Graz und des Instituts für Psychologie an der Uni Graz stand sie am Kreuzungspunkt zwischen Psychologie und Informatik. Und damit genau richtig, wenn es darum geht, das menschliche Gehirn mit einer Maschine zu verbinden. Vernetzung ist sowieso ihr Thema. Auch wenn es um die Ausbildung der zukünftigen geistigen Elite des Landes geht: NAWI Graz heißt dabei das Stichwort. In dieser Kooperati- on zwischen TU Graz und Uni Graz werden Studienrichtungen im naturwissenschaftlichen Bereich von beiden Unis betrieben.In einem neuen Projekt erweitert man diese Kooperation um Als Vorstand des Instituts für Semantische Datenanalyse an der TU Graz und des Instituts für Psychologie an der Uni Graz stand sie am Kreuzungs- punkt zwischen Psychologie und Informatik.